7. Spieltag Bezirksliga

Heimspiel als Start in den Frühling

Gerlingen war heute Gast in Leonberg, zur 7. Runde in der Bezirksliga. Zwar sind beide Teams im Niemnadsland in der Liga, jedoch wurde der Kampf bis zum Ende verbissen ausgespielt.

An Brett 5 spielte ich (Martin Berger) heute keine gute Eröffnung.

Berger

Und so bekam mein Gegner mit Weiß am Damenflügel einen tollen Angriff und mein König dümpelte auch noch in der Mitte herum. Ich konnte seinen König auch in der Mitte halten, hatte aber außer der Dame keine Angriffsfiguren. Insgesamt also schlechte Karten. Es kam zur folgenden Stellung:

MB

Hier spielte ich 16…. Sf6, was völlig falsch war und nach 17.Dc7+ Ke8 18.Tc4 De3 zu einem Matt in 3 führte. Interessanterweise gab es in der Diagrammstellung einen Zug, bei dem Stockfish nur noch +0.31 für Weß angibt. Aufgabe für Euch!

David Schenzle spielte an Brett 6 wieder eine tolle Partie. Er setzte seinen Gegner mit Weiß am Königsflügel toll unter Druck und machte mit Dame, Springer und Türmen einen Mattangriff, der nur unter hohem Materialaufwand des Gegners abgewehrt werden konnte. Dies führte dann auch zum schnellen Sieg für David.

Eine schönes Morra-Gambit spielte Stefan Urlichs an Brett 2. Ohne sich intensiv in die Stellung zu versenken, war es ziemlich schwierig, die Feinheiten der Stellung von Außen zu beurteilen. Stefan hatte die lange Diagonale von a1 bis h8 für seinen Läufer und es sah alles nach einem super Angriff aus. Irgendwie kam der Angriff jedoch nicht durch. Es kam dann zu einer Stellung, in der er seinen geopferten Bauern zurück bekommen würde und es gab ungleich-farbige Läufer. So endete die Partie in einem Remis.

Gleb Reznikov landete an Brett 3 in einem spannenden Mittelspiel in dem er zeitweise einen Turm und 2 Bauern gegen Läufer und Springer im Vorteil war. Sein Gegner bekam einen starken Angriff am Königsflügel, so dass er leider doch irgendwann seinen Punkt abgeben musste.

Arthur Schenk spielte an Brett 1 mit den schwarzen Steinen eine solide Partie.

Schenk

Im Mittelspiel konnte er einen Springer seines Gegners einsperren und gegen 2 Bauern gewinnen. Die verbliebene Stellung spielte er nach und nach zum Sieg aus. Es ergab sich folgende Stellung, die natürlich einfach gewonnen ist. Hier habt ihr jedoch die Aufgabe, ein Matt in 8 Zügen zu finden ;-):

AS

Die entscheidende Partie hatte Mahdi Najmabadi mit Weiß auf dem Brett, an Brett 4. Seine Stellung sah die ganze Zeit nach einem Sieg aus. Sein Geger hatte jedoch die ganze Zeit in einem Dame-Turm-Endspiel eine Mattdrohung auf f2 als Waffe und Mahdi musste exakt spielen, um diese Drohung abzuwehren und gleichzeitig einen gewinnbringenden Angriff aufzubauen. Mehrere Damentauschangebote an seinen Gegner umschiffte dieser. Irgendwann konnte Mahdi mit Schachs von Turm und Dame auf der 7. Reihe eindringen und sein Gegner akzeptierte sofort, dass er keine Aussichten auf wenigstens ein Remis hatte. Der Mannschaftssieg war da … ein großer Dank an Mahdi und alle Punktesammler im Team. 3,5-2,5 für uns.

Mit 8 Punkten stehen wir nun an der Spitze des Mittelfeldes. (Martin Berger)