Auswärts in Mönchfeld
Spannender hätte der Sonntag kaum sein können. Die Mönchfelder brachten ihre komplette Stamm-Mannschaft an den Start, bei Leonberg fehlte leider Arthur zur Topaufstellung.
Da die Mönchfelder zu Beginn nicht vollzählig waren, startete die Verbandsrunde etwas verspätet. Vorab wurde vereinbart, dass Handys ausgeschaltet neben das Brett gelegt werden dürfen. Zu einem Streitfall wie am ersten Spieltag kam es nicht.
Mit einer schnellen Punkteteilung nach einer Stunde sorgte Norbert an Brett 8. Nach frühzeitigem Damentausch endete die Partie nach 9 Zügen. Ebenso friedlich trennte sich Gleb von seinem Kontrahenten. Bei der Französischen Verteidigung hatte man das aktive Material nach und nach getauscht – schlussendlich waren beide mit Remis zufrieden.
Mahdi und ich sorgten wie beim ersten Spieltag für volle Punktzahl. Während Mahdi ein Turmendspiel dank aktiverem König für sich entschied, hatte mein Gegner mutig Material geopfert, was sich schlussendlich aber nicht auszahlte.
Weniger Glück hatte Zukri. Er verlor im Mittelspiel einen Bauern, der im Endspiel bei schwachem Springer gegen starken Läufer die Partie entschied.
Hochspannend verlief es bei Parsa am 7. Brett. Bei der italienischen Eröffnung hatte der Gegner frühzeitig auf f2 geopfert. Parsa kannte die Theorie, beließ seinen König im Zentrum hinter starken Zentrumsbauern. Mit Aktivierung seiner Figuren drängte er anschließend die gegnerische Dame ins Abseits und ließ seine Bauern am Damenflügel laufen. Am Ende sorgte ein Freibauer auf der a-Linie für den vollen Punkt. Aus meiner Sicht die schönste Partie des Tages.
Am Spitzenbrett zeigte Arne, wo die Schwächen der Holländischen Verteidigung liegen. Mit starker Läufer-Diagonale von b2 beherrschte er das Zentrum und zwang den Gegner, seine Stellung zu öffnen. In der Zeitnot hoffte der Gegner noch mit Qualitätsopfer und aktiven Springern auf Gegenspiel. Nachdem Arne auf der offenen d-Linie verdoppeln konnte, war es jedoch schnell vorbei.
Zum Schluss waren an Brett 2 nur noch die Mannschaftsführer Stefan und Roland zugange. Bei gegenläufigen Rochaden war es von Beginn an ein Wettrennen, wer zuerst dem König auf die Pelle rücken konnte. In der Zeitnotphase alles tauschend, verblieben dem Gegner ein gedeckter Freibauer auf b7, gegen den Stefan seinen Springer opfern musste.
Mit 6 Bauern gegen 3 Bauern und Springer schien das Endspiel zumindest Remis, nach der Analyse im Marquart aus unserer Sicht eher gewonnen für ihn. In der späteren Analyse mit Engine zeigte sich, dass es tatsächlich Remis war. Den falschen Plan verfolgend, verschaffte er dem Gegner einen Freibauern, der dank Springerunterstützung die Partie entschied.
Dank 5:3-Erfolg rangieren wir aktuell auf dem 2. Tabellenrang, mit einem halben Brettpunkt Rückstand zu Ditzingen. (Fritz)

