1. Spieltag Bezirksliga

Saisonstart bei DJK Stuttgart

Die neue Saison startet am heutigen 25.9. für uns mit einem Auswärtsspiel. Ein Team aufzustellen war in den letzten zwei Wochen wirklich schwierig. Wir spielen quasi ohne 6. Von den 9 Leuten der Kernmannschaft fallen also 66% wegen Urlaub oder Krankheit aus. Kein guter Start! Jetzt aber erst recht! Mit Stephan, Gleb, Finn, Till und Apostolos habe ich 5 richtig motivierte Spieler dabei und wir wollen den Sieg. Ich hoffe, dass DJK nicht vollbesetzt antritt, ansonsten wird es echt schwierig. Als wir in Stuttgart sind, zeigt sich, dass DJK ähnliche Probleme wie wir hat und es verspricht eine Begegnung auf Augenhöhe zu werden.

Zunächst tut sich lange nicht viel und an allen Brettern entstehen spannende Mittelspielstellungen.

Apostolos bekommt an Brett 6 mit den schwarzen Steinen entgegengesetzte Rochaden auf das Brett. Er bekommt einen guten Angriff durch einen Bauernsturm gegen den feindliche König. Er gibt die Qualität im Angriff und für mich sieht es nach einem durchschlagenden Angiff aus. So einfach scheint es nicht zu sein und er blockiert die Stellung, so dass es zum Remis kommt.

Bei Finn entsteht an Brett 4 ein kompliziertes Mittelspiel, in dem er scheinbar eher passiv steht. Der Vorstoß der e- und d-Bauern öffnet die Stellung so, dass sein Gegner eine ganze Figur verliert und somit auch die ganze Partie.

Ich behandle an Brett 2 die Eröffnung mit Schwarz sehr kreativ und gebe einen Bauern … für nichts. Die Engine sagt in der späteren Analyse, dass Weiß deutlichen Vorteil hat. Manchmal ist es gut, wenn man dies am Brett anders interpretiert ;-). Auf jeden Fall habe ich einen Plan und verfolge diesen konsequent. Ich will den weißen e-Bauern gewinnen. Mein Gegner spielt zum Glück nicht die optimalen Züge und ich bekomme immer mehr Druck auf den e-Bauern, Druck auf die f-Linie und offene Linien am Damenflügel. Ich arbeite an mehreren Fallen und in eine tappt mein Gegner. In der Stellung auf dem Brett spielt er 21.Tae1 und deckt seinen Turm. Was übersieht er? Danach gibt er auch schnell auf.

Partie

Till lässt es an Brett 5 nach spannendem Mittelspielkampf zu, dass sein Gegner mit Dame und Turm auf seiner Grundlinie steht und mit Matt auf h1 droht. Till hat Gegenangriff am Königsflügel und versucht seinerseits ein Mattnetz mit Dame, Turm und Springer zu spinnen. Er treibt den schwarzen König auf den Damenflügel, und muss dann seinem Gegner an den Zug kommen lassen. Der hat dann zwar keine Mattmöglichkeit, treibt aber Tills König auf die Gegenseite. Zwei Könige im Schweinsgalopp. Irgendwie findet Tills Gegner keinen Mattangriff und eine 3-malige Zugwiederholung bringt das Unentschieden.

Gleb bekommt an Brett 3 die bessere Bauernstruktur und einen guten Angriff auf den isolierten d-Bauern seines Gegners. Er kann den d-Bauer gewinnen und treibt im Endspiel seinen eigenen nun freien d-Bauern nach vorne und kann ihn zur Dame umwandeln. Mit 2 Damen ist es dann einfach, ein Dauerschach der einsamen schwarzen Dame zu verhindern und den ganzen Punkt einzufahren.

Stephan konstruiert an Brett 1 mit seinem Gegner gemeinsam eine sehr schwer zu durchdringende Bauernstruktur. Mit dem a-Bauern kann Stephan zwar die Struktur aufbrechen und mit Läufer und Turm einen Mehrbauern generieren. Jedoch kann sein Gegner die Stellung dicht halten und Stephan kann nicht in die gegnerische Stellung eindringen. Er kann das Remis nicht verhindern.

Am Ende können wir mit 4,5;1,5 gewinnen. Heute lief alles in unserem Sinne. Auch das Glück war auf unserer Seite. Vielen Dank an alle! (Martin Berger)