1. Spieltag A-Klasse

Angekommen in der A-Klasse!

Zum Saisonauftakt fahren wir nach Bernhausen zu den Schachkids. Und obwohl Aleksandr seinen Einstand in der ersten Mannschaft gibt haben wir eine starke Truppe zusammen.Wir kommen pünktlich weg und auch pünktlich an. Norbert und Uwe reisen direkt an und sind schon da. Beim Aufsteiger müssen noch schnell 2 Spieler für die Bretter 5 + 6 organisiert werden, die A-Klasse spielt an 6 Brettern, auch diese sind pünktlich. Es treffen der Absteigen der letzten Saison auf den Aufsteiger – verspricht spannend zu werden. Die Spiele starten pünktlich um 9 Uhr.

Die Notbesetzung an Brett 6 hat schon in der Eröffnung diverse Schwierigkeiten und so gehen schnell 2 Bauern verloren die Apostolos dankend einsammelt. Nach gut einer Stunde fällt die erste Figur.

Zur gleichen Zeit ist bei Olaf schon fast das Brett leer aber mit einem Bauern mehr. Er gewinnt nach gut 1,5 Stunden den zweiten Bauern mit Abtausch weiterer Figuren und hat ein komfortables gleichfarbiges Läuferendspiel. Sein Gegner will das nicht einsehen und greift beherzt mit dem König an um wenigstens den zweiten Bauern nicht zu verlieren. Ein Fehler! Olaf spießt den König auf und der Läufer dahinter fällt. Aus die Partie und 1 : 0 .

Fast zur gleichen Zeit hat Apostolos das Brett geräumt und das gründlich. Ich kann hier nicht aufzählen was er an Material alles mehr hatte, aber es war sehr sehr viel. Nachdem er zum Schluß auch noch die Dame gewinnt kommt einen Zug später das Matt.

2 : 0 die Richtung stimmt

Uwe der in der b-Linie etwas unter Druck geraten war kann sich mit einer kleinen List befreien und dabei auch Material tauschen. Die ersten 4 Bretter stehen ausgeglichen oder leicht besser für uns. Der Spielfortschritt ist allerdings sehr unterschiedlich. Von Ende Eröffnung bis frühes Endspiel ist alles dabei.

Till hat schnell viel getauscht 2 Doppelbauern in Kauf genommen und hat ein Doppelturm Springer Mittelspiel. Er hat aber mit seinem Turm immer Druck gegen den rückständigen a-Bauern des Gegners. Den zweiten Doppelbauern kann er geschickt auflösen und noch einen Turm tauschen. Als er dann noch mit seinen Springer nach f5 einsitzen kann ist das Spiel eigentlich gelaufen. Sein Gegner muß tauschen und er schlägt mit dem e-Bauern wieder. Das hat 2 Konsequenzen. Erstens mit h3 g4 f5 betoniert er seinen Freibauern und zweitens ist der Weg für seinen König nach d5, in die gegnerische Stellung, frei. Sein Gegner hat zu viele Schwächen und kann nicht alle decken. als die h-Linie aufgeht geht das Licht aus.

3 : 0 hoch verlieren wir nicht mehr

Bei Uwe hat sich auch einiges getan. Die b-Linie, das Paradestück seines Gegners, ist jetzt sein Paradestück. Er hat die Türme getauscht und seine Dame beherrscht die einzige offene Linie. Das ist besonders für den a-Bauern seines Gegners wichtig da dieser nicht zu halten ist und verloren geht. Um so schlimmer für seinen Gegner da jetzt der a-Bauer von Uwe zum Riesen wird. Was wissen wir über entfernte Freibauern – ahhh – besser wir haben einen, wie der Gegner! Sein Gegner probiert noch viel aber an den König von Uwe kommt er nie ran. nicht Mal ansatzweise. Am Ende bleibt ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit 3 Mehrbauern und einen vierten abholbereit.

4 : 0 das mit dem verlieren ist vorbei

An Brett 1 sieht das alles ganz anders aus. Das Brett ist voll fast alle Figuren sind noch da und Finn arbeitet mit meinem Plan. Läufer b1, Dame c2 und Matt auf h7. Das kostet natürlich Lizensgebühr. So habe ich schon vor 3000 Jahren die alten Pharaonen fertig gemacht. Sein Gegner sieht das natürlich und dichtet h7. Es entsteht ein intensives Mittelspiel bei dem Finn einen Bauern erobern kann. Bei der komplizierten Stellung ist das nur ein kleiner Vorteil. Als sein Gegner am Damenflügel angreift lockt ihn Finn mit einem Figurengewinn den sein Gegner gerne annimmt. Finn hat allerdings andere Pläne und schwenkt mit allem was er hat zum Königsflügel zum Mattangriff. Der gegnerische König steht sehr luftig. Auch die Rückgabe der Figur rettet den Monarchen nicht mehr.

5 : 0 es wird deutlich

Bei Norbert an Brett 2 wird sizilianisch gespielt. Norbert rochiert kurz, sein Gegner lang, was einen gnadenlosen Bauernsturm erwarten läßt. Pustekuchen. Es geht im Mittelspiel vor und zurück. Mal nach rechts dann wieder links. Das alles bei vollem Brett. Als sein Gegner dann doch Initiative zeigt wird viel Material getauscht, auch die Damen. Jetzt ist an einen Hau-Ruck-Sieg nicht mehr zu denken. Die Stellung ist ziemlich blockiert und trotzdem schafft es Norbert seine Bauern am Damenflügel in Bewegung zu setzen. Obwohl Norbert noch mit Tricks und Kniffen arbeitet, sein Gegner kann den Laden zusammen halten. So kommt Bernhausen zum Ehren-Remis und verhindert den White Wash.

5,5 : 0,5 wir sind in der A-Klasse angekommen

Das war eine tolle Leistung und ich bedanke mich bei allen für diesen tollen Einsatz.
Nebenbei Tabellenführung!

Der Chef ist gliiiicklich