7. Spieltag Bezirksliga

Spitzenspiel gegen DJK Stuttgart

Die entscheidende Endphase der Saison startete am Sonntag mit dem Spiel gegen das zweitplatzierte Team in der Bezirksliga – DJK Stuttgart Süd.
DJK trat nicht in Bestbesetzung an, was schon einmal gut war. Der Spieler an Brett 2 fiel sogar aus, so dass wir mit einem 1-0 starteten und Stephan als Beobachter dabei sein konnte.

Mahdi schaffte an Brett 6 ein schnelles Remis und es steht 1,5-0,5 für uns.

David spielte an Brett 8 seine erste Partie in dieser Saison. Im Mittelspiel investierte er mit Weiß eine Leichtfigur für 2 Bauern, aktiver Stellung und eine kaputte Bauernstruktur des Gegners. Leider bedeutete eine Unachtsamkeit den Verlust einer Leichtfigur und damit auch die Abgabe des vollen Punktes. Danach stand es 1,5:1,5.

Gleb hatte am Brett 7 mit Schwarz lange Zeit eine solide ausgeglichene Stellung. Die Asymmetrie lag in den entgegengesetzten Rochaden. Sein Gegner blies zum Angriff auf seine kurze Rochade, was jedoch in ein Dame-Türme-Endspiel mit 2 Mehrbauern für Gleb endete. Er verwandelte dies wie einen sicheren Elfmeter in einen Mannschaftspunkt. Es stand 2,5-1,5.

Arthur bekam an Brett 5 mit Schwarz ein spannendes Mittelspiel und dann ein Endspiel mit entferntem Freibauern seines Gegners auf das Brett. Die Engine zeigte dann, dass die Stellung meistens ausgeglichen war. Die meisten Menschen bewerten solche Stellungen oft anders. Schön war, dass Arthurs Gegner seine seine Stellung zu gut bewertete und ungünstig abtauschte. Es kam dann zu einer Stellung, in der der Freibauer freie Bahn hatte, aber Arthur einen Mattangriff mit Springer und Dame starten konnte. Die Engine sagt, nach einem ungenauen Zug des Gegners, 8.1 für Arthur. Vielleicht waren Arthurs der Bauch und die Hand da schneller als das Gehirn … er zog den Springer zum Matt in 2 … leider übersah er, dass sein Gegner durch ein Schach die Damen tauschen konnte. So schnell ist ein Vorteil weg. Danach enwickelte sich ein schwieriges Endspiel, am Ende mit einem Springer für Arthur gegen 2 verbundene Bauern. Er konnte dies aber Remis halten und es stand 3-2 für uns. Schade um den halben Punkt.

Fritz wählte an Brett 3 mit Schwarz einen Aufbau mit kurzrochiertem Fianchettoaufbau. Sein Gegner rochierte lang, steckte einen Bauern ins Geschäft und stürmte am Königsflügel los. Fritz‘ Sturm am Damenflügel sah um einiges langsamer aus, was leider auch so war und er wurde in eine Verteidigungsschlacht gezogen. Sein Gegner konnte die Linien am Königsflügel öffnen und sein König ging an diesem Sonntag leider als Verlierer vom Platz. Die Spannung steigt … 3-3 nach 4 Stunden.

Wie immer, wollte Stefan an Brett 4 mit Weiß voll auf Angriff spielen. Schwarz brachte seinen weißfeldrigen Läufer über f5 nach g6. Stefan will diesen gerne mit Springer abtauschen. Es gäbe eine Zugfolge, so dass nicht der h-Bauer nehmen kann, leider spielte Stefan die andere Zugfolge und sein Gegner bekam die halboffene h-Linie. Die Partie waberte dann lange im Bereich +-0 herum. Nach Tausch der Damen im Mittelspiel stand Stefan etwas besser, er hatte den Vorteil des Läuferpaars. Nach und nach baute er seinen Vorteil aus und holte sich bald den vollen Zähler. Es steht 4-3 und das Unentschieden ist schon einmal gesichert.

Arne baute sich an Brett 1 mit den schwarzen Steinen, wie gewohnt ruhig und solide auf. Seine Gegnerin im Prinzip mit der gleichen Vorgehensweise. Lange Zeit steht eine ausgeglichene Stellung auf dem Brett. Optisch sah es imposant für Arne aus, als die beiden Springer auf dem Königsflügel auf f4 und h4 standen, der weiße König auf h2 und die weißen Bauern stürmisch auf h3 und g4 standen. Der weiße Turm stand auch angriffsbereit auf g1. Es gab dann jedoch einiges an Abtausch, so dass dort das Kampfgeschehen bald beendet war. Weiß machte Druck auf der c-Linie und Arnme hatte wenig Bewegungsfreiheit. Insbesondere war der weißfeldrige Läufer auf der b1-h7-Diagonale eingesperrt. Auch wenn die weiße Stellung besser aussah, bewertet die Engine diese als ausgeglichen. Die Befreiung mit f5 war genau richtig, sagt diese Engine auch. Irgendwie fand Arnes Gegnerin die besten Züge und er leider nicht. Er kam in einen unheilvollen Angriff und gab den Zähler ab.

Somit blieb es im Spitzenspiel beim 4-4 Unentschieden. Aus unserer Sicht ein verlorener Punkt. Trotzdem bleiben wir mit 2 Punkten Vorsprung Tabellenführer. Die nächste Herausforderung kommt dann am 22.3. gegen das starke Team vom SC Böblingen.

Vielen Dank an alle für den tollen Kampf. (Martin Berger)